Labör

Experimentierraum für Nachhaltigkeit, Kultur und Gemeinschaft

Kontext

Urban Design

Kompliz:innen

Mona Neubauer, Corinne Widmer, Alex Bradley, Patrick Meng

Jahr

2024 - ongoing

Link

laboer.ch

Das Labör ist eine Zwischennutzung direkt beim Bahnhof Oerlikon. Ehemals eine Kupferschmiede ist es nun ein Experimentierraum für Nachhaltigkeit, Kultur und Gemeinschaft (160 m2). Das Ziel ist es den gesellschaftlichen Transformationsprozess mitgestaltet hinzu mehr lokaler Zusammenhalt und genügsamen Lebensformen. Das Labör befähigt zum Selbermachen, schafft ein Begegnungsort mit Gastronomieangebot und macht nachhaltige Taktiken erfahrbar. Die offene Raumgestaltung bietet Platz für diverse Aktivitäten und Initiativen (Musik, Kino, Spielabende, Café, Diskussionsforen, Nähwerkstatt, Workshops etc.). Der Raum ist in 4 Bereiche aufgeteilt. Im Zentrum gibt es eine grosse und hohe Halle, die ganz vielfältig genutzt werden kann. Die Südseite wurde mit grossen Fenstern geöffnet und mit einer Plattform ausgestattet, um die Attraktivität im Raum zu erhöhen. Im Norden befindet sich die mit einem Holzofen heizbare «Stube» und die «Teeküche». Über eine Treppe gelangt man zur Galerie.

Das Labör

  • fördert nachhaltige Lebensweisen in einer breiten Bevölkerungsschicht
  • es befähigt Personen, gemeinsam Projekte umzusetzen (Empowerment)
  • fördert die Gemeinschaft und das Zugehörigkeitsgefühl von Personen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen

Das Labör ist eine zentralen Pionier*in, um das ehemalige Industrieareal neu zu deuten und zu beleben. Die Erkenntnisse des Labörs dienen der künftigen sozialräumlichen Entwicklung des neuen Stadtquartiers, das aufgrund seiner Grösse und Lage eine überregionale Ausstrahlung hat. Aufgebaut ist das Projekt als Verein mit Mitgliedern und Vorstand.

Mit diesem Projekt soll ein Beitrag geleistet werden zur Sensibilisierung der Bevölkerung zum Thema Kreislaufwirtschaft und mit Selbstwirksamkeit von nachhaltigen Lebensweisen experimentiert werden.

Zirkulärer Umbau der Räumlichkeiten

Damit die Räumlichkeiten der ehemaligen Kupferschmiede gut als öffentlicher Begegnungsraum nutzbar sind, haben wir im Jahr 2025 als erstes die Räumlichkeiten sanft umgebaut. Der Umbau wurde gemeinsam mit Freiwilligen ressourcenscho- nend und wenn immer möglich mit wiederverwendeten oder organischen Materialien umgesetzt. Um den Umbau möglichst forschungsnah und innovativ durchzuführen wurden Hochschulen und Fachexpert*innen zum Thema zirkulär Bauen einbezogen. Beispielsweise experimentierten wir gemeinsam mit IG Lehm und der ETH Zürich mit verschiedenen Arten von Lehm-Hanf Dämmung und Lehmverputz.

Zirkularität ist auch nach dem Umbau ein zentraler Aspekt des Labörs – sei dies beim Bauen von Einrichtungsgegenständen, bei der Gestaltung des Aussenraumes oder beim Rückbau nach Ablauf der Zwischennutzung. Das Labör ist ein Praxisbeispiel für zirkulär Denken und Bauen, das die Prozesse möglichst zugänglich aufzeigt, damit ganz verschiedene Zielgruppe anhand des Projektes lernen können.

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